Hubertusmesse 2019 St. Martin Staufen

Hubertusmesse festlich umrahmt mit Hörnerklang und Orgel
Die Jägervereinigung und die Jagdhornbläsergruppe Markgräflerland luden in die Staufener St. Martins Kirche ein

Erstellt am 04.11.2019

Zur Hubertusmesse, festlich umrahmt mit Hörnerklang, haben die Jägervereinigung und die Jagdhornbläsergruppe Markgräflerland in die kath. Kirche St. Martin in Staufen eingeladen.

Einmal im Jahr, und in diesem Jahr am Sonntag, 3. November, dem Tag des hl. Hubertus, Schutzpatron der Jäger und der Jagdhunde, wird die Jagd ins Zentrum eines feierlichen Gottesdienstes gerückt, ein Brauch der sich bereits im Mittelalter herausgebildet hat.

In der voll besetzten Kirche begann die Messe mit dem kraftvollen „Introduction“ von Jules Cantin.

Mit ihren großen Parforcehörnern haben sich die Bläser mit Blick zum Altar aufgestellt, die Schallbecher auf die Gemeinde gerichtet. Der raue, unverfälschte Klang ihrer äußerst schwer zu spielenden Naturhörner hallt effektvoll im Kirchenschiff wieder, deutlich mehr noch als im Wald.

 

Im Wechsel mit der Liturgie des Gottesdienstes erklingen zwei weitere Werke: „Kyrie“ von H. Heinrich und „Offertoire“ von Tyndare. „Louange“ von H.Heinrich führte langsam und bedächtig zum kraftvollen Sanctus.

Pfarrer Johannes Frische stellte seine Predigt mit zwei Partnerinnen in Form einer Talkrunde dar. Hierbei  wurden die beiden Heiligen Hubertus und Martinus zu ihrer Berufung, ihrer Herkunft und ihrem damaligen Umfeld befragt. Diese Talkrunden-Predigt gab sicher manchem Gottesdienstbesucher Denkanstöße. Die Fürbitten waren ganz auf das Thema Natur, Wald und Jagd ausgerichtet und lautete u.a. gib den Jägern und Forstleuten die Kraft und die Kompetenz, um für die Erhaltung der heimischen Tierwelt und ihres Lebensraumes beispielhaft wirken zu können. Mach uns zu Jägern, die zum Wohle der Natur jagen und nicht auf deren Kosten.

  

Beim Spiel der „Glocken“ von Reinhold Stief zeigt sich ein ganz besonderer Effekt: Wie der Klang des Echos an hohen Felswänden wandert der Hörnerklang die Reihen der Bläser entlang.

„Pater“ und „Prière“ von H. Heinrich ließen die Herzen der Zuhörer höher schlagen. Ein besonderer musikalischer Höhepunkt war die Darbietung von „Pensèe profonde“ von Hubert Heinrich durch Chorleiter Sebastian Wendler. Begleitet von einfühlsamen Orgelklängen von Prof. Gerhard Gnann ließ er auf seinem Horn Vokalisen und Koloraturen erklingen, die in ihrer reinen Intonation atemberaubend waren. Er legte damit förmlich einen Teppich für die Gläubigen, die zur heiligen Kommunion gingen.

Die lebhafte Musik der Jagdhornbläser kam auch in den Stücken zum Ausdruck, bei denen die Gruppe den Gesang der Gemeinde gemeinsam mit der Orgel begleitete „Nun danket all“ und „Großer Gott wir loben Dich“.

 

Das machtvolle „Le Chant final“, das nach dem Segen von den Jagdhornbläsern und der Orgel gestaltet wurde, machte nochmals deutlich, dass diese Naturhörner in ihrem majestätischen Lob Gottes und der Natur einzigartig sind. Das von den Bläsern mit Herzblut und atemberaubenden Duktus gespielte Stück zählt zum umfangreichen Schaffen des französischen Komponisten Hubert Heinrich.

Der lang anhaltende Applaus war mehr als verdient.

Marlies Löffler

 

Erstellt am 04.11.2019
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