Weihnachtsbrief der Jägervereinigung Markgräflerland

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„Die Stärke unserer Überzeugung ist kein Beweis für ihre Richtigkeit.“ (John Locke)

Eschbach, im Dezember 2022

Liebe Mitglieder und Freunde der Jägervereinigung Markgräflerland e.V.!

Ein großartiges Jahr ist zu Ende und damit das Letzte vor dem Jubiläumsjahr 2023. Wir werden das 70- jährige der Vereinsentstehung entsprechend ehren. Doch zunächst möchten wir das vergangene Jahr Revue passieren lassen und uns gemeinsam an ein erfolgreiches Jahr erinnern.

Nach dem Wechsel des führenden Vorstandes steht natürlich das einmalige Ereignis unserer Präsenz auf der Landesgartenschau im Vordergrund. Solch eine Gelegenheit bietet sich vermutlich nur einmal im Leben einer Jägervereinigung. Wir durften Teil davon sein. Den Helfern sei nochmal Dank ausgedrückt.

Es wurde sehr viel Einsatz in Verbandsarbeit und jagdpolitische Themen eingebracht. Um die Öffentlichkeitsarbeit sind wir schwer bemüht – u.a. war auch der Hegering Rheintal mit Lernort Natur sehr präsent - und das Vereinslogo wurde modernisiert. In den Schießstand konnten wir uns personell wieder einbringen und planen bereits für 2023 interessante Veranstaltungen.

Zweimal konnte eine Pächterversammlung im Münstertal einberufen werden, um brisante Themen wie die Wildruhezonen zu besprechen. Der Austausch mit dem Ministerium für Ländlichen Raum, dem Landratsamt und anderen Behörden erfolgt auf guter Ebene. Auch der Naturschutz nimmt uns sooo langsam als wertvollen Teil der Gesellschaft und unverzichtbar im Kampf für die Artenvielfalt wahr.

Der Wolf und seine Zäune waren 2022 ein großes Thema und wird uns noch lange begleiten. Risse wurden gemeldet und ein verunglückter Canis Lupus auf der Autobahn A5 wurde geborgen. Die Wolfszäune und deren Höhe bleibt für alle ein Kuriosum, doch den Wolf selbst interessiert dies nicht im Geringsten. 1,20 m Höhe im Münstertal schafft er rückwärts mit einer Drehung aus dem Stand.

Das Auerwild erfreut sich intensiver Unterstützung auch aus unseren Reihen, der JVM, und unsere Bläser vertreten uns standhaft in allen Lagen. Ob ein Wettbewerb, ein Konzert im Freien oder in einer Kirche, wo die Bläser sind, da herrscht Tumult. Besonders die Konzerte in den Kirchen, im Einklang mit der Orgel, gehen unter die Haut. Die Töne der Jagdhörner ertönen längst nicht nur zum Streckenverblasen, sie locken auch das allgemeine Volk, leisten einen wichtigen Beitrag bei der Öffentlichkeitsarbeit und bringen stets festlich gedankenvolle Momente.

Die Mitgliederzahl der Jägervereinigung Markgräflerland wächst stetig weiter, auch wenn gemütlich. Doch in der Ruhe liegt unsere Kraft. Denn nur aus dieser können wir die Energie für die kommenden Aufgaben schöpfen, um viel oder auch nur ein wenig bewegen zu können. Denn „Das Wenige, das Du tun kannst, ist viel“, sagte bereits Albert Schweitzer.

Die Jagd ist zwar nicht mehr die, die sie mal war - Traditionen bleiben teilweise auf der Strecke (Handy statt Bruchzeichen) - und unser Feuerwaffengesetz steht unter Druck. Die Menschen haben sich verändert, oder einfach nur die Epoche? Jedenfalls, die Menschheit wächst, aber die (Zwischen-) Menschlichkeit sinkt. Doch, sollen wir deshalb das Handtuch werfen? Nein, ganz sicher nicht! Es lohnt sich weiterhin für unsere Leidenschaft – unter der Beachtung der Gesundheit - zu brennen und daher größten Dank Euch allen für die treue Unterstützung.

Der Vorstand freut sich auf das kommende Jahr mit Euch gemeinsam und wünscht eine besinnliche Weihnachtszeit, Wohlbefinden und viel Waidmannsheil im Jahr 2023!

Mit dem Jägergruß

Dr. Marek A. Meder

Kreisjägermeister