„Wald und Feld als Lebensraum erhalten“

Die Jägervereinigung Markgräflerland hat einen neuen Vorsitzenden: Der 49-jährige Marek Meder aus Eschbach ist bei der Jahreshauptversammlung der Jäger aus dem Markgräflerland am Samstag (2. April) in der Winzerhalle in Seefelden einstimmig zum neuen Kreisjägermeister gewählt worden.

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Seefelden/Eschbach (gau). Die Jägervereinigung Markgräflerland hat einen neuen Vorsitzenden: Der 49-jährige Marek Meder aus Eschbach ist bei der Jahreshauptversammlung der Jäger aus dem Markgräflerland am Samstag (2. April) in der Winzerhalle in Seefelden einstimmig zum neuen Kreisjägermeister gewählt worden. Er tritt die Nachfolge von Georg Ade aus Hartheim an, der dieses Amt seit 2016 innehatte und nicht mehr kandidierte. Ebenfalls neu in der Vorstandschaft sind der neue stellvertretende Kreisjägermeister Paul Schmid aus Schmidhofen sowie die neue Schriftführerin Manuela Pfefferle aus Münstertal, die auf Marlies Löffler folgt. Im Amt bestätigt wurde Schatzmeister Paul Bihlmann aus Staufen.

Jäger stehen für Biodiversität

Marek Meder sieht sich in seiner Rolle als neuer Kreisjägermeister vor allem als Vermittler: „Ich möchte der Öffentlichkeit die Jagd in ihrer ganzen Vielfalt präsentieren. Die Jäger stehen für Biodiversität, indem sie dafür Sorge tragen, dass es von den bejagbaren bei Tieren nicht zu viele, aber auch nicht zu wenige gibt.“ Besonders setzen sich die Markgräfler in der Hegegemeinschaft und der Allianz für Niederwild für den Schutz der nur noch wenigen Rebhühner, Feldhasen und Fasane ein. Wichtig ist für ihn deshalb der Austausch mit allen Interessensgruppen: Waldbesitzer, Landwirte und Behörden sowie Bürger und Naturschutzverbände. „Nur gemeinsam können wir Wald und Feld als Lebensraum für Tier und Mensch erhalten.“

Wald klimaresistent machen

Auf den neuen Kreisjägermeister warten einige Herausforderungen: In erster Linie brauchen die privaten, kommunalen und staatlichen Waldbesitzer die Unterstützung der Jäger, um die Wälder klimaresistenter zu machen. Forstbezirksleiter Tobias Mathow aus Staufen brachte das schnell auf den Punkt: „Der Wald braucht unseren Schutz.“ Die Jäger sieht er dabei als „Ökosystem-Manager“, die durch eine stärkere Bejagung des Rehwildes dazu beitragen sollen, den Wald stufiger, gemischter, lichter und jünger zu machen und den Wald so als Lebensraum zu erhalten. Für ihn ist die Jagd in erster Linie Passion und Handwerk, oft mühsame Arbeit, aber kein prestigeträchtiges Hobby.

Dr. Christoph Hoffmann, selbst Forstwissenschaftler, brachte als Bundestagsabgeordneter ein Grußwort aus Berlin mit: „Die Jagd hat im Koalitionsvertrag der Bundesregierung zwar keinen hohen Stellenwert, aber die riesigen Schäden im Wald haben ihre Spuren auch dort hinterlassen: Es wird ein neues Waldgesetz kommen, in dem auch die Jäger ihren wichtigen Platz haben werden.“

Im Kontakt mit der Öffentlichkeit

Der Bugginger Bürgermeister-Stellvertreter Reinhold Waldmann lobte die gute Zusammenarbeit und den Einsatz der Jäger: „Sie schützen unsere Kulturen in Feld, Reben und Wald und sorgen sich auch um erhaltenswerte Strukturen und Denkmäler wie die Bugginger Hütte – vielen Dank für dieses Engagement!“

Die Jäger im Markgräflerland sind mit vielen Veranstaltungen wie dem Lernort Natur, den Hubertusmessen und Jagdhornbläser-Konzerten in der Öffentlichkeit präsent. Hier kommen sie ins Gespräch mit den Menschen, die nur wenig Kontakt mit der Natur und der Jagd haben. Im August wird die Jägervereinigung mit einem Stand auf der Landesgartenschau in Neuenburg vertreten sein.

Der Jägervereinigung Markgräferland gehören mehr als 300 Jägerinnen und Jäger an. Sie umfasst die Jagdreviere zwischen Steinenstadt und Badenweiler im Süden bis nach Bad Krozingen und Münstertal im Norden. Im Westen liegen der Rhein mit den Auwäldern, die Rheinebene, anschließend die Vorbergzone mit ihren Rebhängen und Weinorten. Im Osten schließen sich dann die Bergwelt zwischen Schauinsland, Belchen und Blauen an.

(Georg Auer)