Informationen zu Luchs "Wilhelm" für die Jägerschaft

Sehr geehrte Kreisjägermeister*innen, sehr geehrte Hegeringleiter*innen der Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach und Waldshut,

wir bitten Sie diese E-Mail im Namen des Luchsmonitorings des FVA-Wildtierinstituts an Ihre Jägerschaft weiterzuleiten.

Luchskuder „Wilhelm“ (B3000) lebt bereits mindestens seit 2015 im Südschwarzwald. Mit Unterstützung der örtlichen Jägerschaft und Revierleitenden konnte der Luchskuder in diesem Jahr bereits mehrfach über Fotofallen im Südschwarzwald nachgewiesen werden, wie sie aus folgender Auflistung entnehmen können (Stand: 22.09.2021):

Erstellt am 23.09.2021

14.01.2021: Wildtierriss, Oberried, LK Breisgau-Hochschwarzwald (Wilhelm)

28.02.2021: Fotofallenbild, Oberried, LK Breisgau-Hochschwarzwald (Wilhelm)

05.03.2021: Fotofallenbild, Todtnau, LK Lörrach (Wilhelm)

11.03.2021: Fotofallenbild, Oberried, LK Breisgau-Hochschwarzwald (Wilhelm)

24.03.2021: Fotofallenbild, Todtnau, LK Lörrach (Wilhelm)

25.03.2021: Fotofallenvideo, Todtnau, LK Lörrach (Wilhelm)

25.03.2021: Fotofallenvideo, Todtnau, LK Lörrach (vermutlich Wilhelm)

04.04.2021: Fotofallenvideo, Todtnau, LK Lörrach (vermutlich Wilhelm)

19.04.2021: Fotofallenvideo, Todtnau, LK Lörrach (vermutlich Wilhelm)

17.06.2021: Fotofallenbild, Todtnau, LK Lörrach (Wilhelm)

Nach wie vor ist es uns ein großes Anliegen Luchs „Wilhelm“ zu fangen und ihm ein funktionsfähiges Senderhalsband anzulegen. Die Besenderung dieser heimlichen Tierart, bringt nicht nur der Wissenschaft viel Aufschluss, sondern ist ein wichtiges Element im Austausch des FVA-Wildtierinstituts mit der örtlichen Jägerschaft, wie bereits das Obere Donautal mit dem besenderten Luchs „Lias“ und der Nordschwarzwald mit dem besenderten Luchs „Toni“ deutlich machen. Das FVA-Wildtierinstitut legt dabei viel Wert auf gute Kommunikation und Transparenz.

In der Vergangenheit zeigte sich, dass Luchs „Wilhelm“ nicht so leicht zu fangen ist, wie es bei den bisherigen besenderten Luchsen in Baden-Württemberg der Fall gewesen ist. Die beste Chance Luchs „Wilhelm“ zu fangen bietet sich durch frische Risse, an welchen der Luchs in der Regel über mehrere Tage frisst. Der Südschwarzwald hat teilweise große Jagdreviere mit viel Waldfläche, wodurch es von großem Zufall abhängt, dass man einen Riss von Luchs „Wilhelm“ entdeckt. Dennoch wollen wir darauf aufmerksam machen, wenn Sie als jagende Person auf der Fläche einen frischen Riss mit typischen Riss- und Nutzungsmerkmalen des Luchses finden, dass Sie diesen so schnell wie möglich an uns melden. In Absprache mit dem/der Jagdpächter*in würde bei Luchsverdacht ein Fangversuch am Riss durchgeführt werden.

Wenn Sie einen Riss mit Luchsverdacht melden möchten können Sie dies entweder unter untenstehender Festnetznummer oder auch außerhalb der Bürozeiten auf unserem Bereitschaftshandy tun. Wir würden uns sehr über eine Zusammenarbeit mit Ihnen freuen.

Büro: 0761 / 4018-274

Bereitschaftshandy: 0173 / 6041117

Mit freundlichen Grüßen

Linda Kopaniak (im Namen des Teams Luchs- und Wolfsmonitoring)

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