Feldspaziergang mit MDL Reinhold Pix

Zu einemausgedehnten Feldspaziergang trafen sich sich in Schmidhofen örtliche Vertreter der „Allianz fürNiederwild“.
Allen voran René Greiner, Anne Scholl, Paul Schmid und der Landtagsabgeordnete Reinhold Pix

Erstellt am 09.11.2020

Gemeinsames Leitbild schafft Allianz für die Wildtiere
Bei Feldspaziergang in Schmidhofen stellten Vertreter vonWildforschungsstelle und Jagdverband dieModellregionMarkgräflerland vor
Von Laetitia Barnick
BAD KROZINGEN. Bei einem gemeinsamenFeldspaziergang in Bad Krozingen Schmidhofen stellten jüngst Vertreter der
Wildforschungsstelle und des Jagdverbands dem Landtagsabgeordneten Reinhold
Pix die Modellregion Markgräflerland vor. Dabei handelt es sich um eine
der vier Modellregionen der „Allianz für Niederwild“, die Pix (Bündnis 90/Grüne),
der auch Vorsitzender des Arbeitskreises Ländlicher Raum und Verbraucherschutz
ist, zu einem ausgedehnten Feldspaziergang besuchte. Bei der „Allianz für Niederwild“ geht es darum, im Zuge eines gemeinsamen Leitbilds die Biodiversität im Agrarraum und damit wiederum auch die schwindenden Insektenwelt zu steigern. Ein breites Bündnis von Jägern, Naturschützern, Landwirten, Kommunen, Grundeigentümern, Behörden und  Forschungs-einrichtungen in Baden-Württemberg verfolgt in dieser Allianz das gemeinsame Ziel, durch einen ganzheitlichen Ansatz im
Wildtier- und Artenschutzmanagement bestandsgefährdete Arten zu erhalten. Verantwortlich für das großangelegte
Projekt sind Anne Scholl von derWildforschungsstelle des Landes sowie René Greiner vom Landesjagdverband Baden-
Württemberg, die Reinhold Pix und örtliche Vertreter der „Allianz für Niederwild“zu diesem Feldspaziergang eingeladen
hatten. Ebensowar als Fachmann vor Ort Paul Schmid (Berater für Biodiversität und Niederwildhege im Projekt Allianz
für Niederwild) bei der Feldbegehung dabei.Pix gab seiner Freude darüber Ausdruck, die Situation in der Modellregion
persönlich betrachten zu können. „Auf dieseWeise können auch Themen, die im Argen liegen, vor Ort besprochen und zukünftige
Aufgaben thematisiert werden“, so der Landtagsabgeordnete. Sowohl Anne Scholl, als auch René Greiner vermittelten
den Teilnehmern des Feldspaziergangs sehr detailliert und anschaulich das Konzept des Kooperationsprojekts.
Dabei ging es nicht nur umdie Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union, sondern auch um
die Frage, aufwelche Art das Land Baden Württemberg die wichtigen Lebensräume der offenen Agrarlandschaft fördern
könne. Bei den vier Stationen zwischen Feldern und Wiesen entwickelten sich unterwegs immer wieder angeregte Gespräche
und Diskussionen. Als Thema der ersten Station hatten die Projektleiter die Agrarpolitik der EU gewählt,
bei der zweiten Station wurde der Allianzgedanke mit dem Ziel gemeinsamer Synergien besprochen. Ein ganzheitlicher
Ansatz war Thema der dritten Station,bei der vierten standen der Fokus der Zukunft und mehrjährige Maßnahmen
zur Debatte. Umden immensen Verlust der Biodiversität aufzuhalten, benötige man mehr Unterstützung des Landes,
sagte Anne Scholl und René Greiner betonte, dass es bei den aktuellen Verhandlungen auf die Ausgestaltung auf Landesebene
ankomme. Dieser Feldspaziergang, so Greiner, könne somit auch als eine kleine Einführung in die Agrarpolitik fungieren. Als
stellvertretend für den starken Rückgang vieler Arten der Offenlandlebensräume nannten die Projektverantwortlichen das
Rebhuhn, den Feldhasen und den Fasan,deren Lebensbedingungen und Lebensräume durch das Projekt gezielt gefördert
werden sollen. Alle Anwesenden waren sich einig, dass hierfür einer der wichtigsten Faktoren eine nachhaltige Landwirtschaft sei. Zum Abschluss des Feldspaziergangs überreichten Anne Scholl und René Greiner Reinhold Pix einenMaßnahmenkatalog
zur Verbesserung des „Förderprogramms für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl“ (FAKT)mit der Bitte, auch
im Landtag um die Weiterentwicklung des Programms für mehr Biodiversität zu werben. Im Juni diesen Jahres wurde die
Arbeitsweise des Projekts als „Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ gewürdigt.
Zu einemausgedehnten Feldspaziergang trafen sich sich in Schmidhofen örtliche Vertreter der „Allianz fürNiederwild“.
Allen voran René Greiner, Anne Scholl, Paul Schmid und der Landtagsabgeordnete Reinhold Pix (von links).
FOTO: LAETITIA BARNICK

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